Geschichte der Rilke-Realschule

Seit ihrem Bestehen ist die Rilke-Realschule mit dem Schicksal der Heimatvertriebenen verbunden, von denen viele in Stuttgart-Rot eine neue Heimat fanden. Auch viele Lehrer waren Heimatvertriebene, die insbesondere aus der Mittelschule im Sudetenland, der damaligen „Bürgerschule“, übernommen wurden.
Allmählich gab es eine Verschmelzung der Heimatvertriebenen mit den Schwaben. Die Traditionen der Heimatvertriebenen sind im Stadtteil Rot auch heute noch sehr lebendig.

Wie aber entstand der Name Rilke-Realschule?
Der Name wurde von der Sudetendeutschen Landsmannschaft angeregt.
Am 25. Februar1960 benannte der Gemeinderat die Schule nach dem Dichter Rainer Maria Rilke.
In der Aufbauphase der 50er Jahre wuchs die Bevölkerung, bedingt durch starke Zugänge, vor allem der Heimatvertriebenen, in einem bis dahin nicht gekanntem Maße, so dass die städtische Infrastruktur kaum Schritt zu halten vermochte. Bis zur Errichtung eines eigenen Gebäudes im Jahre 1964 blieb die „Rilke“ Gast in der ehemaligen Lenauschule, in deren Gebäude seit 1984 die Uhlandschule untergebracht ist.